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Akustiktheorie

Warum brauchen wir Menschen eine gute Akustik?

  • weil wir dann konzentrierter sind.
  • weil wir dann weniger anfällig für Burn-Out sind.
  • weil wir dann weniger irritiert werden.
  • weil es unser Wohlbefinden steigert.
  • weil wir die Augen aber nicht die Ohren verschließen können.

Und warum sollen wir in eine gute Akustik investieren?

  • weil es die Produktivität stark steigert – nachgewiesenermaßen um 30-50%.
  • weil es die weitaus größte Ursache für alle psychosomatischen Krankheiten und Krankheitsauslöser eliminiert.
  • weil wir eine gute Akustik für unser Wohlbefinden brauchen.

Über die verschiedenen Fragen der Akustik und die bestimmenden Faktoren der Raumakustik finden Sie unter folgenden Artikeln/Links weiterführende Texte:

Sprachverständlichkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachverstaendlichkeit

Nachhallzeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhallzeit

Hörsamkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Hörsamkeit

DIN 18041Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“

 

Gerne stellen wir Ihnen auch andere Wege und Quellen vor, auf denen sie weiterführende Literatur, wissenschaftliche Artikel u.ä. erhalten können.

 

Bemerkungen zum Bedarf an akustischen Absorbern –
Nachhallzeit, Lautstärke, Sprachverständlichkeit – Schirmung, Breitbandabsorber

Eine vollkommen durchdachte Lösung kann nur ein Raumakustiker messen, berechnen, planen und vorstellen, der sich auch mit den Gegebenheiten und dem tatsächlichen Bedarf in der Bürowelt auskennt. Dies kann z.B. www.acousticcologne.de unternehmen.

Wir selbst können (wenn auch mit einer gewissen eingeschränkten Zulänglichkeit) mit Hilfe der Sabinischen Formel – Link nach unten – einen gewissen Bedarf in verschiedenen Räumen berechnen.

Wenn es um Nachhallzeit geht, geht es vereinfacht gesprochen darum, eine gewisse schallabsorbierende Masse/Fläche in einen Raum zu bringen.

Für Büroflächen, Konferenzräume aber auch Klassenzimmer und ähnliches sollte eine Nachhallzeit von 0,5-0,8 Sekunden eingehalten werden.

Mit A-Klasse Absorbern von AGORAphil braucht man für diese Nachhallzeit als Faustregel ca. 20-25% der Grundfläche eines Raumes als Absorberfläche (bei z.B. 40m2 Grundfläche braucht man also 8-10 m2 Absorberfläche). Natürlich haben die Gegebenheiten des Raumes – verwinkelt, Deckenhöhe, Möblierung, Teppiche – einen gewissen Einfluß, wie auch die Nutzung des Raumes.

Für Räume, in denen z.B. Videokonferenzen abgehalten werden oder Mikrofone genutzt werden, gilt eine angestrebte Nachhallzeit von um die 0,3 Sekunden. Das bedeutet, dass in diese Räume mehr Absorptionsmaterial eingebracht werden muß. Werden diese Räume wechselnd als Konferenz- und als Videokonferenzräume genutzt, kann man mobile Elemente auf Rollen nutzen.

In den allermeisten Fällen „verschwindet“ das Problem der Lautstärke/Schalldruckpegel, wenn man etwas gegen zu hohe Nachhallzeiten unternimmt. Denn die Lautstärke, die durch Personen im Raum induziert ist, ergibt sich aus der psychologischen Situation einer schlechten akustischen Umgebung – einfach gesprochen: jeder glaubt der/die anderen würde ihn nicht verstehen, weil er sich selbst schlecht versteht (Echoeffekt) und spricht lauter.

Wenn ein Raum akustisch soweit in Ordnung gestellt ist, dass die Nachhallzeit zufriedenstellend und in den angegebenen Grenzen sich bewegt, dann „bemerkt“ man ein anderes Problem der Akustik in Räumen: die verbesserte Sprachverständlichkeit. An sich ist eine gute Sprachverständlichkeit etwas Gutes, in Unterrichts- oder Konferenzräumen, aber in Großraumbüros beispielsweise kann es unangenehm und störend werden, man sich über weite Strecken gut versteht – der eine Arbeitsblock sollte nicht durch einen anderen Arbeitsblock weiter entfernt gestört werden. Um dem entgegenzuwirken bedarf es einer Ab-Schirmung, d.h. einer Barriere für die direkten Schallwellen. Dies ist in den allermeisten Fällen nur durch das Aufstellen oder Abhängen von Schirmungselementen zu erreichen. Diese können aber auch zur Senkung des Nachhalls eingesetzt werden, wenn sie absorbierend sind, sodaß es oftmals keiner zusätzlichen Maßnahmen bedarf, sondern nur einer den Umständen entsprechenden Ausgestaltung der akustischen Maßnahmen, die alle Problembereiche durch eine durchdachte Lösung bearbeitet.

Der Absorptionsfaktor αw gibt die akustische Absorptionsklasse an. Absorber von AGORAphil haben in den allermeisten Fällen (Ausnahmen sind Glaswandabsorber und Schrankrückwände) Absorber-Klasse A, egal welche der handelsüblichen Absorptionsmaterialien wir verwenden. Folgende Absorptionsklassen gibt es:

Akustische Absorptionsklassen

Akustische Absorptionsklasse Absorptionsfaktor αw
A 0,9 – 1,0
B 0,8 – 0,85
C 0,6 – 0,75
D 0,3 – 0,55
E 0,15 – 0,25
ISO 11654

 

Diese Klassen sagen im Grunde genommen aus, wie viel Absorptionsmaterial man in einem Raum verwenden muß, um die gewünschte Nachhallzeit – im Bürobereich und in Klassenzimmern z.B. 0,5-08 Sekunden – zu erzielen.

Mit der Sabine‘schen Formel kann man die Nachhallzeit bestimmen:

sabinesche_formel

wobei T die Nachhallzeit in s, V das Volumen des Raumes in m3, SO die Oberfläche des Raumes in m2 und

schallabsorptionsgrad_zeichen

der mittlere Schallabsorptionsgrad

schallabsorptionsgrad

ist (αi: Schallabsorptionsgrad der Teilfläche Si ).

(Quelle: 1998 Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg)

Breitbandabsorber/Tieftonabsorber

Breitbandabsorber sind Absorber, die ein breiteres Frequenzband abdecken, vor allem im Tieftonbereich, in welchem sich einige unangenehme akustische Phänomene abspielen. So will man in Räumen in denen Vorträge abgehalten werden, dies gerne vermeiden, aber auch in Konferenzräumen oder Klassenzimmern. Auch im Bereich der musikalischen Darbietung können Tieftonabsorber nützlich sein.

In den meisten Fällen genügt es einen „dickeren“ Absorber zu nutzen, also statt 50 mm 100 mm. Jedoch sollte man immer einen Raumakustiker zu Rate ziehen.

Bitte denken Sie daran: Raumakustik ist nicht dasselbe wie Bauakustik.